Radfahrsicherheit braucht sichere Infrastruktur - Aktionstag in Arnsberg Neheim
Gemeinsam mit zahlreichen Partnern informierten wir am 30. Mai 2026 über sicheres Radfahren und machten deutlich: Wer mehr Sicherheit für Radfahrende will, muss vor allem die Infrastruktur verbessern.

Beim landesweiten Aktionstag zur Radfahrsicherheit am 30. Mai 2026 in Arnsberg-Neheim waren auch der ADFC NRW und der ADFC Arnsberg mit einem gemeinsamen Stand vertreten. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern informierten wir über sicheres Radfahren und machten deutlich: Wer mehr Sicherheit für Radfahrende will, muss vor allem die Infrastruktur verbessern. Sichere und durchgängige Radwege, geschützte Kreuzungen und eine fahrradfreundliche Verkehrsplanung sind die wirksamsten Maßnahmen, um Unfälle zu vermeiden.
Die steigenden Unfallzahlen im Radverkehr erfordern, dass wir jetzt dringend handeln müssen. Politik, Verwaltung und Polizei müssen ihre Maßnahmen im Sinne der Vision Zero konsequent an ungeschützten Verkehrsteilnehmenden, also den Fußgänger:innen und Radfahrer:innen, ausrichten. Dafür braucht es ein sicheres und durchgängiges Radwegenetz, reduzierte Geschwindigkeiten, sichere Kreuzungen und wirksame Kontrollmaßnahmen zur Einhaltung von Verkehrsregeln und Überholabständen.
Marc Zietan, verkehrspolitischer Experte im ADFC NRW
Am ADFC-Stand (ADFC Arnsberg unterstützt vom ADFC Menden und ADFC Soest) konnten Besucherinnen und Besucher ihre Fahrräder codieren lassen und sich über die Kampagne „einfach. sicher. radfahren.“ informieren. Darüber hinaus bot der ADFC Arnsberg eine Verkehrstour zu neuralgischen Punkten des Radverkehrs in der Neheimer Innenstadt an. Am Nachmittag führte eine rund 20 Kilometer lange Radtour zu Zielen in der Region und zeigte attraktive Alltags- und Freizeitstrecken rund um Arnsberg.
Der Aktionstag machte deutlich, dass Verkehrssicherheit eine gemeinsame Aufgabe ist. Neben Aufklärung und Prävention braucht es vor allem konsequente Investitionen in sichere Radverkehrsanlagen. Ebenso wichtig ist die Durchsetzung bestehender Verkehrsregeln und Anordnungen – etwa gegen Falschparken auf Radwegen oder gefährdendes Verhalten im Straßenverkehr. Nur wenn Regeln eingehalten und kontrolliert werden, können sichere Verkehrsräume entstehen. Rücksichtnahme, Aufmerksamkeit und angemessenes Verhalten aller Verkehrsteilnehmenden bleiben wichtig. Doch nachhaltige Verkehrssicherheit entsteht vor allem dort, wo die Infrastruktur Fehler verzeiht und Menschen gar nicht erst in gefährliche Situationen bringt. Dafür setzt sich der ADFC weiterhin ein.
Eindrücke vom Aktionstag in Arnsberg Neheim am 30.05.2026










































Datum & Uhrzeit
Samstag, 30. Mai 2026 | ab 10:00 Uhr
Veranstaltungsort
Hauptstraße / Fußgängerzone 59755 Arnsberg Neheim
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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen
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weiterlesenRadfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?
weiterlesenWie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.
weiterlesenMenschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.
weiterlesenDas Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.
weiterlesenWir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.
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